Das Haus an der ehemaligen Liebenzeller Straße (heute Weil der Städter Straße) wurde von Johannes Oehlschläger (geb. 4.6.1822) in den Jahren 1856 - 1858 gebaut. Es war ein einfaches Bauernhaus mit einem Wohnstock und einer Scheuer unter dem Dach. 1874 wurde in diesem Haus eine kleine Wirtschaft eingerichtet. Benannt wurde es „Gasthaus Zum Monbachtal“, und zwar deshalb, weil direkt am Haus die Hauptstraße abzweigt, die in das romantische Monbachtal führt, das seit Urzeiten Wanderer aus nah und fern anlockt. Im Jahr 1900 wurde an der Nordseite des Hauses ein ca. 4 Meter breites „Zwerchhaus“ aufgesetzt. 1910 übernahm Sohn Heinrich und seine Frau Katharina die Wirtschaft zusammen mit dem landwirtschaftlichen Gewerbe. Im Jahr 1952 wurde das Zepter an Sohn Fritz und seine Frau Maria aus Großsachsenheim weitergereicht. Um den erhöhten Ansprüchen der Kunden standzuhalten und um konkurrenzfähig zu bleiben ließ Fritz Oehlschläger im Jahre 1967 in den Räumen des Gasthauses eine umfassende Renovierung durchführen. Im Jahr 1978 baute dessen Sohn Heiner einen großzügigen Anbau der ein Nebenzimmer für 50 Personen beinhaltete und in dem seit der Fertigstellung schon viele Familienfeierlichkeiten abgehalten wurden. Nach der Einweihung des Nebenzimmers im Jahr 1979 übergaben Fritz und Maria Oehlschläger die Geschäfte ihrem Sohn Heiner und dessen Frau die jedermann heute als „Klärle“ kennt. Hatte Vater Fritz mit dem Angebot von Spezialitäten „Stichwort Schälripple“ die Richtung vorgegeben, so haben Sohn Heiner und seine Frau die Angebote aus der Küche weiter ausgebaut, blieben aber immer dem Prinzip des Spezialitätenangebotes treu. Daraus resultierte eine große Stammkundschaft, bei der die eine oder andere Spezialität im Vordergrund steht. Wenn auch Heiner und Klärle die Verantwortung übernommen haben, hat es sich Fritz Oehlschläger in seinem Ruhestand nicht nehmen lassen, die Gäste bis zu seinem letzten Tag fast jeden Abend persönlich zu begrüßen und mit Anekdoten zu unterhalten. 1996 war ein weiterer Meilenstein in der langjährigen Geschichte der „Oehlschläg“, wie die Gastwirtschaft von den Einheimischen und Stammgästen genannt wird. Mit dem Bau einer gemütlichen Gartenterrasse wurden Plätze für 90 Personen geschaffen. Damit die Gäste auch dort schnell und ohne große Wartezeiten bedient werden können, wurde eine separate Getränketheke eingerichtet. Seit 2013 führt Sohn Heiko Oehlschläger mit seiner Familie die Gaststätte nunmehr in der fünften Generation weiter und bleibt dem Spezialitätenangebot seiner Ahnen treu.